vor 11 Stunden
Ex-Top-Pick über Ende in Philadelphia
Das Kapitel Ben Simmons endete bei den Philadelphia 76ers einst unrühmlich. Im Rahmen einer ESPN-Dokumentation sprach der Australier nun über die Gründe des Streits und ließ vor allem an Ex-Coach Doc Rivers kein gutes Haar.

Der Schlüsselmoment waren die Eastern Conference Semifinals gegen die Atlanta Hawks, als die Philadelphia 76ers in Spiel 7 zuhause überraschend ausschieden und Ben Simmons im Nachgang zum Sündenbock auserkoren wurde. Es hagelte Kritik, weil der Australier im vierten Viertel einen offenen Dunk verweigerte und stattdessen zu einem Mitspieler passte.
Es ist ein Play, welches heftige Diskussionen auslöste und über Jahre Gesprächsthema war. Coach Doc Rivers vermied nach der Partie schließlich ein Bekenntnis und antwortete auf die Frage, ob Simmons der Spielmacher eines Meisterteams sein könne, wie folgt: "Ich weiß in diesem Moment nicht die Antwort auf diese Frage."
Eine Bemerkung, die viral ging und Simmons verärgerte: "Ich dachte mir in dem Moment: 'Was für ein Stück Sch****'", sagte der Australier in der neuen ESPN-Dokumentation. "Wenn du mit jemanden eine Beziehung hast, dann gibt es immer Wege, wie man Probleme löst. Bei ihm [Coach Rivers, Anm. d. Red.] war aber klar, dass er bloß seinen Job nicht verlieren wollte."
Entsprechend handelte auch Rivers nach Meinung des Spielmachers. "Die Leute bekommen manchmal Panik und verstecken sich dann lieber hinter anderen oder geben ihnen die Schuld. Genau so war es in meinem Fall." Tatsächlich behielt Rivers noch zwei Jahre ein Amt, zuletzt coachte der Hall of Fame noch die Milwaukee Bucks. Nach seiner Entlassung arbeitet Rivers vornehmlich als Medienexperte.
Simmons sollte danach nie wieder für die Sixers auflaufen und wurde nach einem Streik zu Beginn der folgenden Saison zu den Brooklyn Nets getradet. Aufgrund von Verletzungsproblemen kam Simmons aber nicht mehr in die Spur und setzte im Vorjahr sogar die Saison komplett aus. In dieser Spielzeit wagt der ehemalige All-Star und Top-Pick einen Neuanfang, er unterschrieb für das Minimum bei den Sacramento Kings.
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